Am 09.02.2025 trafen wir im Hockeytempel zu Bern auf das dort heimische Pelzner Team zum Rückspiel. Da die Partie vom 02.02.2025 von Gehässigkeiten geprägt war, hiess die oberste Devise: Sich nicht provozieren lassen.
Vor ausverkauftem Haus in der Postfinance Arena Bern – okay, es war das Trainingsfeld und die Tribüne war nicht randvoll, aber es fühlte sich dank unserem treuen Fananhang so an – schritten wir zur Tat.

Wir, die Flames legten gleich los wie die Feuerwehr. Es gab mehrheitlich nur eine Spielrichtung, nämlich diejenige in Richtung gegnerisches Tor. Für die Gegenspieler gab es von Beginn an keinen freien Raum zum Entfalten und keine Zeit zum Durchatmen. Nahezu jeder Spielaufbau wurde durch die Flames bereits in der Mittelzone erfolgreich gestört. Eine alte Hockey-Weisheit besagt, dass konsequentes Vorchecken und das «nahe am Mann stehen» sich zahlen. Und wenn die Hockeygötter nicht komplett ungnädig sind, werden darauf Tore folgen…

Uns so kam es auch: In der 10. Minute schoss Marc Steffen uns in Führung – 0:1. Das Pelzner Team suchte vergebens nach einer passenden Antwort und stand weiterhin mit dem Rücken zur Wand. In der 12. Minute wurde der Matchchronist im Slot durch einen wunderschönen Querpass bedient und konnte zum 0:2 einmaschen. Dies war sogleich der Pausenstand nach 20 gespielten Minuten.

Im Mitteldrittel verlief die Partie zunächst ausgeglichener. So kamen auch die «Pelzis» zu guten Chancen. Aber dank einer soliden Leistung unseres Schlussmannes, Stephan Egger, konnte die Null vorerst souverän gehalten werden. In der 29. Minute nahm Jürg Zürcher vom Pelzner Team auf der Strafbank Platz. Das darauffolgende Powerplay der Flames war keineswegs hochstehend und verstrich ungenutzt. Die Flames erhöhten den Druck. In der 34. Minute
pfefferte Marc Steffen den Puck erneut in die Maschen – 0:3! Und es war noch keine Spielminute vergangen, als sich Luca Mooser ans Herz fasste. Mit einem wunderschönen Solo tankte sich der kleine Wirbelwind – ganz im Style von Ivo Rüthemann – durch die gegnerischen Reihen durch und liess dem Pelzner-Goalie keine Chance – 0:4! Mit einem konfortablen Vorsprung ging es in die zweite Drittelspause.

Kaum angepfiffen merkte man, dass das Pelzner Team noch etwas reissen wollte. In der 41. Minute stimmte die Zuordnung im eigenen Drittel nicht ganz. Und so kam das Pelzner Team durch Christian Stalder zum ersten Tor – 1:4. Die Partie war nun ausgeglichener und es häuften sich Chancen hüben wie drüben, jedoch mit dem besseren Ende für die Flames. Die 48. Minute war gerade angebrochen, als erneut Marc Steffen alias Grämer den Puck im gegenerischen Tor versenken konnte – 1:5.

In der 51. Minute gelang es unserem Star-Verteidiger Chrigu Pfeuti, den Vorsprung auszubauen und das Score auf 1:6 zu erhöhen. In der 54. Minute gab es erneut eine Prüfung für unseren Goalie. Wegen eines unberechenbaren Weitschusses vom gegnerischen Markus Freiburghaus war Stephan Egger gezwungen, zum zweiten Mal hinter sich greifen – 2:6.

War dies bereits das letzte pelzische Aufbäumen oder gar der Schlusspunkt der Partie? Nein! Es gab eigentlich nur einer, welcher für den Schlusspunkt in diesem Match in Frage kommt: Mit seinem 4. Tor an diesem sonnigen Sonntagnachmittag krönte sich Marc Steffen, früher bekannt als «Chancentod», zum «Pelzner-Schreck». Dank einer disziplinierten (0 Strafminuten für das Siegerteam!) und hervorragenden Mannschaftsleistung endete das Spiel aufgrund der Eiszeit frühzeitig mit einem klaren und verdienten 2:7 zu unseren Gunsten.

Fire on Ice!